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Bild mit einer defekten Brille, verschieden Brillengläsern (braun, blau, verspiegelt), einem Prisma, einer Sonnenfinsternis sowie Symbolen für Krankenkasse, Arzt, Optikerin und Reinigungsmittel
KI-generiert


Häufige Fragen rund um Brillen und gutes Sehen

Wie oft sollte ich meine Augen überprüfen lassen?

Erwachsene ohne Beschwerden sollten ihre Augen etwa alle ein bis zwei Jahre untersuchen lassen. Bei Beschwerden oder bekannten Augenproblemen können häufigere Kontrollen sinnvoll sein.

Welche Untersuchungen führt ein Augenarzt durch?

Je nach Anlass und Beschwerden können unter anderem folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Augeninnendruck: Kontrolle zur Früherkennung eines Grünen Stars
  • Augenhintergrund: Untersuchung von Netzhaut, Sehnerv und Blutgefäßen
  • Spaltlampe: Kontrolle von Hornhaut, Bindehaut, Iris und Linse
  • Gesichtsfeld: Prüfung auf mögliche Gesichtsfeldausfälle
  • Grauer und Grüner Star: Untersuchung auf Linsentrübung und Veränderungen des Sehnervs
  • Netzhaut: Kontrolle auf krankhafte Veränderungen
  • Bindehaut und Hornhaut: Untersuchung auf Entzündungen oder andere Veränderungen
Welche Untersuchungen kann ein Augenoptiker durchführen?

Ein Augenoptiker kann unter anderem folgende Bereiche überprüfen:

  • Sehstärkenbestimmung: Ermittlung der Korrektur für Ferne und Nähe
  • Monokulares und binokulares Sehen: Prüfung der Sehleistung und des Zusammenspiels beider Augen
  • Prismenbestimmung: Prüfung des Augenmuskelgleichgewichts ("Schielen")
  • Nahprüfung & Addition: Bestimmung des Nahbedarfs, z. B. für Gleitsichtbrillen
  • Farb- und Kontrastsehen: Prüfung der Farbunterscheidung und des Kontrastvermögens
  • Augenbewegungen: Kontrolle der Beweglichkeit und des Zusammenspiels beider Augen
  • Kontaktlinsenanpassung: Anpassung und Kontrolle von Sitz und Verträglichkeit
Welche Unterschiede bestehen bei der Untersuchung durch einen Augenarzt und einen Augenoptiker?

Ein Augenoptiker kann die Funktion des Sehens und die erforderliche optische Korrektur umfassend prüfen.

Die Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen gehört jedoch in die Hände des Augenarztes.

Bei Auffälligkeiten oder Beschwerden sollte deshalb eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.

Wie putze ich meine Brille richtig?

Halte die Brille unter fließendes, handwarmes Wasser, um Staub und Schmutz abzuspülen.

Dann gib einen kleinen Tropfen nicht rückfettendes Spülmittel auf deine Finger und verteile es auf dem Gestell und den Gläsern.

Danach spülst du den Schaum unter klarem Wasser ab und reibst zum Schluss die Brille mit einem sauberen Mikrofasertuch trocken.

Darf ich Gläser mit Alkohol reinigen und warum nicht?

Gläser aus Polycarbonat sollten niemals mit alkoholhaltigen Reinigungsmitteln (oder auch Aceton) gereinigt werden.

Diese Stoffe greifen die Oberfläche bzw. bestimmte Beschichtungen an. Verwende stattdessen Wasser und ein mildes, nicht rückfettendes Spülmittel.

Kann ich meine verbogene Brille allein korrigieren?.

Nein, bitte nicht selbst machen.

Beim Zurückbiegen kann die Fassung brechen oder einen nicht reparierbaren Knick bekommen.

Außerdem können sich Gläser oder andere Bauteile lösen.

Am besten lässt du die Brille fachgerecht bei deinem Augenoptiker richten.

Welches Glasmaterial eignet sich wofür am besten?
  • Mineralisches Glas eignet sich besonders für farbechtes Sehen, zum Beispiel für Personen, die sehr genau zwischen Weißtönen unterscheiden müssen, etwa Zahntechniker oder Fotografen.
  • Polycarbonat eignet sich besonders, wenn ein leichteres und bruchsicheres Tragen im Vordergrund steht.
Welche Brillenform passt am besten zu meinem Gesicht?

Als Faustregel gilt: Gegensätze wirken häufig harmonisch.

  • Eckiges Gesicht → runde oder ovale Brillenformen können die markanten Gesichtszüge weicher wirken lassen.
  • Rundes Gesicht → eckige oder leicht rechteckige Formen können für mehr Kontur sorgen.
  • Ovales Gesicht → viele Brillenformen passen gut; entscheidend sind Proportionen und persönlicher Stil.
  • Herzförmiges Gesicht → eher weichere, unten etwas breitere oder rundliche Formen können harmonisch wirken.

    Die optimale Brillenform hängt zusätzlich von Augenabstand, Nasenform, Gesichtsproportionen und persönlichem Geschmack ab. Auch die Farbe der Brillenfassung in Zusammenspiel mit der eigenen Hautfarbe kann große Auswirkungen haben.
Was genau bringt eine Entspiegelung?

Eine Entspiegelung reduziert störende Lichtreflexe auf der Glasoberfläche; nicht nur auf der Forderseite, sondern insbesondere auf der Augen-zugewandten Seite. Damit sorgt sie für ein klareres, reflexärmeres Sehen und erhöht den Sehkomfort besonders bei künstlichem Licht und beim Autofahren.

Bei Sonnengläsern kann eine Verspiegelung auf der Vorderseite durchaus wünschenswert sein.

Was ist ein Blaufilter?

Ein Blaufilter in Gläsern reduziert bestimmte Anteile des kurzwelligeren sichtbaren Lichts.

Er kann bei manchen Menschen als angenehm empfunden werden, insbesondere bei der Bildschirmarbeit.

Was ist ein Prisma in einer Brille?

Ein Prisma lenkt das einfallende Licht ab, wodurch das Bild für das betroffene Auge an einer anderen Stelle erscheint. Das Gehirn kann die Bilder beider Augen wieder besser zu einem einzigen Bild zusammensetzen.

Ein Prismenglas kann helfen bei:

  • Doppelbildern (Diplopie)
  • Schielen (Strabismus)
  • Verstecktem Schielen (Heterophorie), wenn es Beschwerden verursacht
  • Augenmuskelstörungen, z. B. nach einem Schlaganfall oder einer Augenmuskelparese
Computerarbeitsplatz – worauf kommt es bei der Brille an?

Bei einer Brille für einen Computerarbeitsplatz sollten die Gläser auf die tatsächliche Arbeitsentfernung abgestimmt sein. Der Bildschirm befindet sich meist in etwa 50–80 cm, Tastatur und Unterlagen häufig in 40–60 cm Entfernung.

Eine normale Fern- oder reine Lesebrille ist dafür häufig nicht optimal.

Besonders bei zunehmendem Alter kann ein gezielter Nahzusatz (Addition) notwendig sein, da die natürliche Fähigkeit zur Naheinstellung nachlässt.

Kostenübernahme: Ist eine Bildschirmarbeitsplatzbrille für die Tätigkeit erforderlich, übernimmt oft der Arbeitgeber die Kosten. Die genauen Voraussetzungen und der Umfang der Kostenübernahme sollten mit dem Arbeitgeber geklärt werden.

Wie funktionieren phototrope Brillengläser?

Selbsttönende bzw. photochrome Gläser reagieren vor allem auf UV-Licht.

Treffen UV-Strahlen auf das Glas, verdunkelt es sich. Ist das UV-Licht weg, hellt sich das Glas wieder auf.

Darf ich bei Sonnenfinsternis ins Sonnenlicht schauen?

NEIN - AUF GAR KEINEN FALL !!!!

Selbst eine normale Sonnenbrille bietet bei einer Sonnenfinsternis keinen ausreichenden Schutz für die Augen; ohne Sonnenbrille schon gar nicht.

Auch wenn die Sonne durch die Sonnenbrille deutlich weniger hell erscheint, kann weiterhin gefährlich viel energiereiches Licht ins Auge gelangen.

Das kann die Netzhaut dauerhaft schädigen – im schlimmsten Fall mit bleibender Sehbeeinträchtigung bis hin zur Erblindung.

Wie teuer ist eine Gleitsichtbrille?

Abhängig von der ausgewählten Qualität, liegt die Preisspanne bei Gleitsichtgläsern etwa zwischen 300 und 1.500 Euro.

Standardgläser haben kleinere Sehbereiche und stärkere seitliche Unschärfen.

Individuelle Premiumgläser bieten ein breiteres Blickfeld und ermöglichen meist eine deutlich schnellere Eingewöhnung.

Weitere Preisunterschiede entstehen durch die verschiedenen Möglichkeiten der Beschichtungen.

Zahlt die Krankenkasse etwas zu einer Brille hinzu?

Nur in seltenen Fällen. In Deutschland übernehmen gesetzliche Krankenkassen bei Erwachsenen grundsätzlich nur unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss, beispielsweise bei bestimmten sehr starken Fehlsichtigkeiten. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gelten andere Regelungen.

Ob und in welcher Höhe ein Anspruch besteht, sollte im Einzelfall bei der Krankenkasse geprüft werden.

Private Krankenzusatzversicherungen übernehmen durchaus höhere Kosten.

Ist eine Bildschirmarbeitsplatzbrille für die Tätigkeit erforderlich, übernimmt in vielen Fällen der Arbeitgeber die Kosten. Die genauen Voraussetzungen und der Umfang der Kostenübernahme sollten mit dem Arbeitgeber geklärt werden.


Wie lange darf man Kontaktlinsen tragen?

Das hängt stark von der Art der Kontaktlinsen ab. Als grobe Orientierung gilt:

  • Tageslinsen: maximal für den vorgesehenen Tag, meist etwa 8–12 Stunden.
  • Monats-/Jahreslinsen: ebenfalls etwa 8–12 Stunden täglich, sofern sie gut vertragen werden.
  • Silikon-Hydrogel-Linsen: können teilweise länger getragen werden. Die konkrete maximale Tragezeit richtet sich nach Hersteller und Anpassung.
  • Über-Nacht-Tragen: Nur wenn die Linsen ausdrücklich dafür zugelassen und entsprechend angepasst sind. Selbst dann steigt das Risiko für Hornhautentzündungen deutlich.

Wichtig: Bei trockenen, geröteten oder schmerzenden Augen, bei Brennen oder Fremdkörpergefühl oder bei verschwommenem Sehen sollte man die Linsen sofort herausnehmen. Bei Schmerzen, starker Rötung oder Sehverschlechterung sollte das zeitnah augenärztlich untersucht werden.

Hinweis

Die oben genannten Fragen und Antworten dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Untersuchung oder Beratung.

Bei Beschwerden oder Veränderungen des Sehens sollte immer eine fachliche Abklärung erfolgen.

PrimaVista – BESSER SEHEN. BESSER LEBEN.